Pfleger-Rente: So profitieren Verwandte

Pfleger-Rente: So profitieren Verwandte

So gut ein Pflegeheim auch sein mag, eine Familie, die sich um ältere Menschen kümmert, weil diese alleine nicht mehr zurechtkommen, ist besser.

Problem ist allerdings, dass pflegende Verwandte auf manches verzichten müssen, sobald sie sich um Eltern oder Großeltern kümmern. Verzicht nicht nur auf Hobbies und Freizeit. Verzicht bisweilen auch durch den vorübergehenden Ausstieg aus dem Berufsleben.

Wer sich befristet oder länger um hilfsbedürftige Verwandte kümmert, sollte darauf achten, dass ihm keine Einbußen bei der späteren Rente drohen. Grundsätzlich gilt: Beträgt die Pflegezeit höchstens 14 Stunden in der Woche, so ist diese nicht versicherungspflichtig. Rentenansprüche werden durch diese Tätigkeit also nicht erworben.

Wer mehr, aber maximal 30 Stunden pro Woche pflegt, steigert dadurch seine gesetzliche Rente. Doppelte Rentensprüche erwirbt, wer Voll- oder Teilzeit arbeitet und die Pflege in der Freizeit schafft.

Die pflegespezifischen Beiträge zur Rentenversicherung übernimmt die Pflegekasse. Tipp: Pflegende sollten von sich aus aktiv werden und nachfragen, ob die rentenstei-gernden Beiträge geflossen sind.

Nach einer allgemeinen Faustformel bringt ein Jahr Verwandtenpflege monatlich zwischen gut 7 und 21 Euro mehr Rente in den Alten Bundesländern und in Ostdeutschland zwischen 6,20 und 18,60 Euro.




Artikel aus Heft 09/2008

Vorsorge


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