Betriebsrente nur wenig genutzt

Betriebsrente nur wenig genutzt

Da müsste eigentlich mehr drin sein: Die Betriebliche Altersversorgung kommt nicht in Fahrt.

Nach einer Umfrage des F.A.Z.-Instituts, die im Auftrag des Finanzdienstleisters Delta Lloyd durchgeführt wurde, verfügen nur 47 Prozent der Arbeitnehmer in mittelständischen Firmen mit höchstens 500 Mitarbeitern über eine betriebliche Altersversorgung.

Gründe für geringe Nutzung der BetriebsrenteDieses für die Branche der Finanzdienstleister wohl enttäuschende Ergebnis hat offenbar einen handfesten Grund. Nämlich mangelnde finanzielle Möglichkeiten der Arbeitnehmer.

Funktionieren doch die gängigsten Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV), die Direktversicherung und die Pensionskasse, über die sogenannte Entgeltumwandlung. Der Mitarbeiter zahlt maximal 4 Prozent seines Bruttojahreseinkommens, bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, in eine künftige bAV.

Doch obwohl sich der eigene finanzielle Aufwand durch Steuer- und Sozialabgabenfreiheit spürbar verringert, muss man das Geld erst einmal haben. Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Anwartschaften auf eine ausschließlich vom Arbeitgeber finanzierte Betriebsrente haben.

Das wohl wichtigste Ergebnis der Studie: Offensichtlich ist es nach Meinung der Befragten in puncto pro oder contra Betriebsrente ausschlaggebend, dass der Arbeitgeber ein attraktives Angebot unterbreite und dies auch aktiv bewerbe.

„Die Betriebsrente steht und fällt mit dem Chef“, meint denn auch Christof Göldi, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters und Studieninitiators Delta Lloyd. Möglicherweise, so Göldi, verlören Arbeitnehmer angesichts der Vielfalt staatlich geförderter Altersvorsorgeangebote auch die Übersicht.



Artikel aus Heft 07/2008

Vorsorge


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