Betriebliche Altersvorsorge mit hohen Renditen

Betriebliche Altersvorsorge mit hohen Renditen

Auch nach 2008 bleiben die Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) von Sozialabgaben befreit. Die Firmenrente entwickelt sich günstig und renditestark.

Das Geschäft mit der Betriebsrente boomt. Vor allem Direktversicherung und Pensionskasse sind ein zunehmend wichtiger Baustein bei der Vorsorgestrategie vieler Menschen in Deutschland. Was nicht weiter verwundert, denn „Arbeitnehmer erhalten die Chance, mit staatlicher Förderung den Versorgungslücken im Alter vorzubeugen – begünstigt durch Steuerstundung und Zinseszinseffekt“, meint Günther Soboll, Hauptbevollmächtigter des Versicherers Canada Life Europe, der seinen Deutschlandsitz mitten in Köln hat.

Steuerersparnisse und Sozialabgabenbefreiung sorgen tatsächlich dafür, dass Arbeitnehmer vergleichsweise wenig eigenes Geld einsetzen müssen, damit daraus später eine propere Firmenrente wird. Bei rund 100 Euro Monatsbeitrag, die etwa in eine betriebliche Direktversicherung oder in eine Pensionskasse eingezahlt werden, stammen momentan nach einer marktüblichen Faustformel mehr als 50 Prozent aus Steuer- und Beitragsvorteilen für den Arbeitnehmer.

Vor ein paar Monaten noch plante die große Koalition den Wegfall der Sozialversicherungsfreiheit ab dem übernächsten Jahr. Doch mit einiger Wucht hat Arbeitsminister Müntefering den Rückwärtsgang eingelegt. Sozialabgabenfrei werden die bAV-Beiträge auch über das Jahr 2008 hinaus sein. Das Beste daran: Nach aktuellen Nachrichten bleibt dieses Privileg vorläufig unbefristet erhalten.

Betriebliche Altersvorsorge Sozialbeiträge

Als die ganze Sache noch in der Schwebe hing, tüftelten die Assekuranzen an neuen Angeboten. Für den Fall, dass das Sozial-Privileg doch ersatzlos gestrichen würde. „So hat der Markt mit Modellen reagiert, die das Ziel haben, dem Arbeitnehmer auch über das Jahr 2008 hinaus eine beitragsfreie Einzahlung in die bAV zu eröffnen“, erläutert Günther Soboll von Canada Life. Denkbar wäre etwa eine so genannte Entgeltumwidmung gewesen.

Dahinter steckt die Vereinbarung zwischen Mitarbeiter und Chef, dass statt künftiger Lohnerhöhungen arbeitgeberfinanzierte Beiträge in die Firmenrente eingezahlt werden. Und eine solche Strategie wäre nach momentan gültiger Rechtslage längerfristig sozialabgabenfrei gewesen. Die wichtigsten Gewerkschaften hatten schon mal ihr Interesse signalisiert.

Solche Sandkastenspiele sind vorläufig jedoch Makulatur. Ein Sieg der Vernunft sei dann auch die Beibehaltung der Sozialabgabenfreiheit, heißt es allgemein. Wäre sie denn tatsächlich weggefallen, hätten sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften wahrscheinlich auf Ausweichreaktionen geeinigt. Und dank derer wären die von der Koalition erhofften Mehreinnahmen bei den Sozialbeiträgen deutlich geringer ausgefallen als erwartet.




Text Heinz-Josef Simons
Artikel aus Heft 10/2007

Vorsorge


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