Welche Schäden zahlt die Versicherung?

Wenn Sturmböen Dächer abdecken und Bäume umknicken, ist die Schadensregulierung in der Regel ein Fall für die Versicherung. Wie heftig so ein Sturm ausfallen kann, hat gerade erst „Kyrill" bewiesen. Allein in Deutschland richtete der Orkan Verwüstungen im Wert von rund 1 Milliarde Euro an. Mit weiteren Naturschäden ist immer zu rechnen. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass er im Ernstfall gut abgesichert ist, sollte aber einen Blick in die eigenen Policen werfen und klären, ob er sich nicht nachversichert, um vor den Folgekosten von Sturmschäden besser gewappnet zu sein. Hierauf weist jetzt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Sturmschäden sollten dem Versicherer sofort gemeldet werden. Betroffene sind zudem verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Feststellung des Schadens erschweren könnte – sonst wird der Versicherungsschutz riskiert. Gefahrenquellen dürfen beseitigt werden. Bei der Schadensmeldung müssen die Angaben wahrheitsgetreu erfolgen.

Für Sturmschäden haften Hausrat-, Gebäude und Kaskoversicherung. Stürmisch ist es nach den Bedingungen der Versicherer ab Windstärke acht (63 km/h). Dass der Wind bei Sturm, Ziegel und Dachpappe mitgehen ließ, müssen Betroffene in der Regel nicht selbst nachweisen. Es reicht, dass auch Häuser in der Nachbarschaft beschädigt wurden. Ergänzend zu den genannten Policen kann eine Elementarversicherung abgeschlossen werden. In besonders gefährdeten Gebieten lassen sich Naturrisiken nicht oder nur in Ausnahmefällen mit „angemessener" Selbstbeteiligung abschließen.


Welche Versicherung deckt was ab?

Hausratversicherung

- Schäden an Hausratgegenständen sind nur abgedeckt, wenn sie während der Böen im Gebäude untergebracht waren und das Gebäude beschädigt wurde. Ausnahme: Antennen und Markisen, die einem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und nur durch die Bewohner der versicherten Wohnung genutzt werden.

- Folge eines Sturmschadens ist auch das Eindringen von Wasser durch defekte Fenster oder Dächer. Werden hierdurch Einrichtungsgegenstände beschädigt, so sind diese durch die Police gedeckt.

- Hausrat- und Gebäudeversicherung zahlen nicht, wenn Regen durch offene Türen und Fenster eindringt.

Gebäude- und Kaskoversicherung

- Die Wohngebäudeversicherung springt ein, soweit im Vertrag das Sturmrisiko ausdrücklich mitversichert wurde. Ersetzt werden Schäden am Gebäude wie abgedeckte Dächer oder Schäden am Haus durch umfallende Bäume, Satellitenschüsseln und Markisen. Abgedeckt sind auch Gebäudeschäden, die durch eindringendes Wasser entstanden sind, wenn durch den Sturm ein Leck im Haus verursacht wurde. Für Häuser im Bau ist eine spezielle Bauversicherung notwendig.

- Schäden am geparkten Auto (z. B. durch Äste) ersetzt die Kaskoversicherung des Autohalters. Aunahme: War der Baum morsch und hätte gefällt werden müssen, haftet der Grundstückseigentümer.

Vorsorge


Die gesetzliche Altersversorgung wird beim Eintritt ins Rentenalter kaum ausreichen. Machen Sie jetzt Ihre kostenlose und unverbindliche Anfrage zur Rentenversicherung.