Versicherungsarten im Überblick - Leistungen, Kosten und Fallen

Versicherungsarten Sparschwein

Wer viele Policen hat, muss nicht gut versichert sein. Existenzielle Risiken können fehlen, Schnickschnack die Liquidität mindern. Was ins Versicherungsportefeuille gehört.

Gut 2500 Euro geben Bundesbürger jährlich für ihren Versicherungsschutz aus. Nicht immer gut angelegtes Geld, denn entscheidend ist nicht die Höhe, sondern die Qualität. Und daran hapert es in den meisten Fällen. Manfred Poweleit, Herausgeber des Fachdienstes „map-Report“: „Existenzbedrohende Risiken wie Berufsunfähigkeit werden unter-, Vermögenspositionen wie Hausrat dagegen überbewertet.“

In der Tat verfügen 80 Prozent der Haushalte in der Bundesrepublik über eine Hausratversicherung, die im Schadensfall die Kosten für Möbel und Gardinen erstattet. Fällt das regelmäßige Einkommen wegen Krankheit oder Unfall aus, weil der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, sieht es dagegen meistens finanziell düster aus. Poweleit: „Selbst wenn für den Fall der Berufsunfähigkeit vorgesorgt wurde, ist dies lückenhaft, zu gering oder nicht risikogerecht“. Versicherungsgesellschaften wissen das. Ein Vorstandsmitglied eines großen Versicherers: „70 Prozent aller Berufsunfähigkeitspolicen sehen im Leistungsfall lediglich Beitragsbefreiung vor. Eine echte Rentenzahlung ist den meisten Kunden offensichtlich zu teuer.“ Das bestätigt Wilfried Rautenbach, Versicherungsmakler in Köln: „Die einen wollen die höheren Beiträge nicht zahlen, die anderen werden unzureichend beraten. Typischer Fehler: Der Kunde meint, gut versichert zu sein und erfährt im Fall des Falles, dass er bei Berufsunfähigkeit lediglich keine weiteren Prämien mehr zahlen muss, aber keine Rente bekommt.“

Schlechte Beratung, falsche Prioritäten, teure Anbieter – letztlich wirkt alles zusammen bei dem Problem. Rautenbach: „Ein guter Berater wird zunächst den Versicherungsbedarf ermitteln.“ Dabei kommen alle persönlichen Risiken auf den Tisch und werden dann in bestimmte Kategorien eingeteilt:

Muss-Versicherungen

Dazu zählt die Absicherung existenzieller Risiken wie Krankheit oder Schadensersatzansprüche. Unterstellt wird, dass das normale Gesundheitsrisiko über eine gesetzliche (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) bereits gedeckt ist. Das ist bei allen Arbeitnehmern und – nach der letzten Gesundheitsreform – auch bei Selbstständigen und bisherigen Nichtversicherten der Fall. Das höchste Risiko danach besteht im Verlust der Erwerbsfähigkeit. Die Folge: Weniger oder gar kein Einkommen. Die Lücke schließen oder zumindest verringern kann eine private Berufsunfähigkeits-Police, die vor allem bei Berufsanfängern zwingend ist, wenn es das Budget erlaubt. Keine Wahl bleibt bei sogenannten Pflichtversicherungen wie der Auto-Haftpflicht. Jeder Autobesitzer muss sie nachweisen. Neben dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer sollte auch an den eigenen Schutz gedacht werden. Das gesamte eigene Vermögen steht beispielsweise auf dem Spiel, wenn man einem anderen zum Schadenersatz verpflichtet ist. Hier springt im Fall des Falles eine Privathaftpflicht ein.


Soll-Versicherungen

Finanziell bedrohlich kann es auch für Paare oder Familien beim unerwarteten Tod des Erwerbers werden. Für kleines Geld lässt sich eine Risiko-Lebensversicherung abschließen. Sie eignet sich auch gut zur Absicherung von Baufinanzierungs-Risiken. Auch der Schutz im Krankheitsfall lässt sich leicht verbessern – durch eine Auslandsreisekrankenversicherung. Das gilt insbesondere bei Reisen in Länder, welche die gesetzlichen Kassen nicht abdecken. Aber auch innerhalb dieser Grenzen ist die Rückerstattung oft schwierig. Wer mehr Geld fürs Versicherungsportefeuille hat, kann für den Auto-Schutz an eine Teil- oder Vollkaskoversicherung denken. Letztere empfiehlt sich vor allem, wenn es sich um einen Neuwagen handelt.


Kann-Versicherungen

Dazu gehören Policen, die unfallbedingte Folgen lindern können wie die Unfallversicherung oder die Beeinträchtigungen des Eigentums zur Folge haben wie die Hausratversicherung. Reicht die Liquidität, kommen auch private Kranken-Zusatzversicherungen in Betracht, die beispielsweise für bessere Behandlung durch Privatpatientenstatus sorgen können oder eine private Pflegezusatzversicherung, welche die großen Lücken im Pflegefall, die auch nach Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung bleiben, schließen können.


Muss-nicht-Versicherungen

Weder existenziell wichtig noch besonders vermögensbewahrend wirken dagegen weitere Assekuranzangebote wie Rechtsschutz, Elektronik- oder die meisten Reiseversicherungen. Als pure Geldvernichtung gelten unter Experten Autoinsassenversicherungen und Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr (UPR).

Sind im ersten Schritt die wichtigen von den unwichtigen Policen getrennt, kommen im zweiten die individuellen finanziellen Rahmenbedingungen dazu: Nicht alles, was nötig, sinnvoll oder wünschenswert erscheint, kann sich jeder leisten:

Bis 50 Euro monatlich oder 600 Euro jährlich: Bei diesem schmalen Versicherungsbudget können nur die absolut wichtigsten Haftpflichtversicherungen abgeschlossen werden. Dazu zählt – neben der obligatorischen Auto-Haftpflicht – die private Haftpflichtpolice. Besteht – beispielsweise bei einem besonders günstigen Auto oder hohem Schadenfreiheitsrabatt – noch finanzielle Luft, gehört eine Riester-Rente ins Mini-Versicherungsportefeuille. Beispiel: Für den Autoschutz fallen 400 Euro an, für die Haftpflicht 50 – bleiben 150 Euro jährlich für die geförderte Riester-Rente.

Bis 100 Euro monatlich oder 1200 Euro jährlich: Das höhere Budget sollte in erster Linie für eine Berufsunfähigkeitspolice reserviert werden. Weil der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung den finanziellen Rahmen kaum belastet, bleibt manchmal – je nach persönlicher Situation – noch Platz für eine Risiko-Lebenspolice oder eine Teilkasko für das Auto.

Bis 200 Euro monatlich oder 2400 Euro jährlich: Für eine qualitativ bessere Vorsorge sollte vor allem im Berufsunfähigkeitsrisiko gesorgt werden – beispielsweise 2000 statt 1000 Euro versicherte Rente. Daneben kommt eine Absicherung des Hausrats in Betracht – auf eine Rechtsschutzpolice kann dagegen in der Regel verzichtet werden. Überlegenswert ist immerhin eine Absicherung des Arbeitsrechtsschutzes im Rahmen des Vertragsrechtsschutzes.

Bis 500 Euro monatlich oder 6000 Euro jährlich: Besserverdienende sollten die finanziellen Vorteile nutzen, die ihnen eine betriebliche Altersversorgung bietet. Zur privaten Vorsorge gehören private Rentenversicherungen. Für Hausbesitzer zum Pflichtprogramm gehört eine Wohngebäudeversicherung – damit im Schadensfall nicht ein existenzbedrohendes Risiko bleibt.

Am Ende eines guten Versicherungschecks sollte stehen: Optimal versichert – und das für wenig Geld. Karl-Heinz Reimer, Chef des Versicherungsvergleichsportals fss-online: „Da ist Expertenwissen gefragt. Schon allein, um sich im Wust unterschiedlicher Bedingungen und Tarife zurechtzufinden.“ Ein wenig Know-how sollte jeder Policen-Optimierer mitbringen.


PRIVATHAFTPFLICHT

Leistungen: Nach dem Gesetz haftet derjenige, der einem anderen einen Schaden zufügt, mit seinem gesamten Vermögen. Durch den Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung kann man sich vor den finanziellen Folgen von Schadenersatzansprüchen schützen.

Fallen: Nicht versichert sind Schäden, die der Versicherte selbst oder nahe Angehörige, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, verursacht haben. Keinen Ersatz gibt es bei Schäden an geliehenen, gemieteten oder gepachteten Sachen. Für vorsätzlich verursachte Schäden gibt es keinen Schutz.

In der Regel nicht versichert sind Schlüsselverlust (beispielsweise bei einer Hausschließanlage) sowie Schäden durch deliktsunfähige Kinder (unter sieben Jahren).

Nur über Zusatzvereinbarung versicherbar sind grundsätzlich Sonderrisiken durch Motor-boote, Aufsitzrasenmäher, Modellfahrzeuge.

Spezialpolicen gibt es für Öltanks, Hunde und Pferde, sowie Bauherren und Vermieter.

Kosten: Eine Jahrespolice für einen Single ist schon für weniger als 50 Euro (Beispiel: WGV, Europa, AXA Alternativ) zu bekommen. Familienpolicen kosten kaum mehr, Spezialpolicen für Pferde und Motorboote können mehrere 100 Euro kosten.

Tipps: Auf eine Privathaftpflicht sollte niemand verzichten. Grundsätzlich gilt: Immer dann, wenn Schäden die Existenz gefährden können, ist eine Versicherung Pflicht. Selbst Hartz IV Empfänger sollten diese Police in der Schublade haben.


BERUFSUNFÄHIGKEIT

Leistungen: Anspruch auf Leistung besteht, wenn die vorher ausgeübte Tätigkeit wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr ausgeübt werden kann. In der Regel ist eine Minderung von 50 Prozent erforderlich – es gibt aber auch Varianten, bei denen eine Leistung bei 25 oder 33 Prozent Berufsunfähigkeit (BU) beginnt. Den BU-Grad stellt ein Arzt fest. Geleistet wird in der Regel ab dem sechsten Monat nach Feststellung.

Fallen: Die meisten Verträge sehen als Leistung eine Beitragsbefreiung vor. Im Klartext zahlt der Versicherer im BU-Fall nichts – der Versicherte braucht lediglich keine weiteren Beiträge mehr für die bestehende Lebenspolice zu bezahlen. Besser ist es, im Leistungsfall eine Rentenzahlung vorzusehen. Die läuft in der Regel bis zum Beginn des normalen Ruhegeldes – also bis zum 65. Lebensjahr.

Kosten: Die Prämie richtet sich nach Geschlecht, Alter, dem Gesundheitszustand und der Tätigkeit. Berufe mit hohem Risiko zahlen mehr. Daneben spielen Leistungsumfang, Wahl der Police (selbständige BU oder Zusatzpolice) sowie Wahl des Versicherers wichtige Rollen. Ein 25jähriger kann mit einer BU-Monatsrente von 1000 Euro für einen Zahlbeitrag von weniger als 50 Euro (Beispiele: Neue Leben, Volksfürsorge, BBV) im Monat (selbstständige BU) rechnen.

Tipps: Den besten Schutz bietet eine echte BU-Police mit Risiko- und Leistungszeit bis zum 65sten Lebensjahr und Rentenzahlung im Leistungsfall. Faustformel: 2/3 des bisherigen Einkommens, abzüglich Ansprüche aus gesetzlicher Versicherung.


AUSLANDSREISEKRANKENVERSICHERUNG

Leistungen: Kostenerstattung bei notwendigen ambulanten, Zahn- und stationärer Behandlung im Ausland. Eingeschlossen sind Krankenrücktransport – in dringenden Fällen sogar mit dem Hubschrauber.

Fallen: Meistens sieht das Kleingedruckte eine Leistungspflicht des Versicherers erst nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor. Kein Problem für GKV-Mitglieder, aber für privat Krankenvollversicherte. Alle heute üblichen Verträge sehen eine Laufzeit von einem Jahr vor. Einschränkungen gibt es bei der Leistungsdauer für einzelne Reisen. Diese können vier, sechs Wochen oder bis zu drei Monate betragen. Für Langzeiturlauber ein entscheidendes Detail. Wer krank in den Urlaub fährt, riskiert den Versicherungsschutz. Vorerkrankungen sind zu melden. Die meisten Angebote sehen ein Höchstalter bei Vertragsabschluss vor – in der Regel 65 Jahre. Wer älter ist, zahlt oft mehr.

Kosten: Der Prämie wegen braucht keiner auf eine Auslandsreisekrankenversicherung zu verzichten. Sie beginnt – je nach Versicherer und Leistungsumfang – knapp unter 5 Euro (Beispiele: AXA-Winterthur, Münchener Verein, HUK24) für die Single- und unter 15 Euro (Karstadt-Quelle, HUK24, Allianz) für die Familienpolice.

Tipps: Für GKV-Mitglieder lohnt sich eine Police auch für solche Länder, in denen eigentlich Krankenschutz durch ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Sie sparen im Krankheitsfall Bürokratie und damit wertvolle Urlaubstage.


AUTO VERSICHERN

Leistungen: Eine Haftpflichtversicherung für das Auto muss jeder haben. Hier empfiehlt sich eine möglichst hohe Deckungssumme. Eine Teilkasko-Police schützt vor den finanziellen Folgen von Diebstahl, Feuer-, Wasser- und Glasschäden. Die Vollkasko schließt selbst verursachte Schäden mit ein.

Fallen: Bei Werkstattbindung muss der Versicherte sein Fahrzeug in eine vom Versicherer vorgegebene Autoreparaturwerkstatt bringen. Das können, müssen aber keine Markenwerkstätten sein. Zumindest bei Neufahrzeugen kann es im Garantiefall Ärger mit dem Autohersteller geben. Im Kleingedruckten finden sich viele Leistungsunterschiede, die mal wichtig, mal unwichtig sind. Zu den wichtigen zählen Rabattretter oder Staffeln beim Schadenfreiheitsrabatt. Zu den unwichtigen Schadenersatz für den Halter bei Davonfliegen der Motorhaube.

Kosten: Entscheidend für die Prämienhöhe sind etwa Marke, Typ, Wohnort und Fahrleistung. Auch subjektive Merkmale des Versicherten sind relevant: Alter, Familienstand, Wohngegend, Dauer der Unfallfreiheit, aber auch Beruf und Fahrzeugwahl bestimmen die Prämie mit.

Tipps: Bei der Autoversicherung lässt sich viel sparen. Bei gleichen Rahmenbedingungen betragen die Beitragsunterschiede bis zu 50 Prozent. Eine Vollkasko lohnt nur in den ersten vier bis sechs Jahren nach Erstzulassung. Auf Teilkasko kann regelmäßig ab einem Autoalter von zehn verzichtet werden.


UNFALLVERISCHERUNG

Leistungen: 80 Prozent der Unfälle passieren während der Freizeit. Auch Arbeitnehmer, die bei einem Arbeitsunfall gesetzlich versichert sind, haben keinen Schutz. Vor allem Personengruppen wie Hausfrauen, Rentner und Pensionäre, Kleinkinder, Freiberufler und Menschen ohne Beruf können nur so Versicherungsschutz für Invaliditätsfälle schaffen.

Fallen: Bei älteren Tarifen gibt es im Invaliditätsfall nur eine – einmalige – Kapitalleistung. Besser, weil lebenslang sind moderne Tarife mit Rentenzahlung. Keine Leistung gibt es beispielsweise bei Geistes- oder Bewusstseinsstörungen (z.B. nach Alkoholgenuss), Fahren ohne Führerschein, Infektionen oder Selbsttötung. Ein Leistungsanspruch entfällt auch bei Ausübung eines gefährlichen Berufs, Hobbys oder Sportarten.

Kosten: Für die Beitragshöhe entscheidend sind Beruf, Versicherungssumme sowie Versicherungsumfang und Versicherer. Ein 25-Jähriger kann für jährlich 150 bis 200 Euro einen ordentlichen Schutz (100000 Euro Versicherungssumme, 1000 Euro Monatsrente) erhalten (Interrisk, Baden-Badener, VHV).

Tipps: Unfallversicherungen sind in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, Invaliditätsvorsorge zu treffen. Allerdings sind Unfallpolicen kein Ersatz für Berufsunfähigkeitsschutz.


RISIKO-LEBENSVERSICHERUNG

Leistungen: Eine solche Police eignet sich nicht für die eigene Altersvorsorge, es gibt keinen Sparvorgang. Versichert ist eine vereinbarte Kapitalleistung bei vorzeitigem Tod des Versicherten.

Fallen: Fragen nach dem Gesundheitszustand und der Krankenvorgeschichte sind peinlich genau zu beantworten – selbst wenn man die Tragweite von Kleinerkrankungen selbst nicht richtig einschätzen kann. Risikoorientierte Tätigkeiten im Beruf müssen ebenso bei Vertragsabschluss angegeben werden wie gefährliche Sportarten. Wer das versäumt, riskiert den Versicherungsschutz.

Kosten: Über die Beitragshöhe entscheiden Geschlecht, Laufzeit und Alter bei Vertragsabschluss, Gesundheitszustand und Versicherungssumme sowie die Wahl des Versicherers. Ein 25-jähriger kann 100000 Euro Todesfallleistung bis 65 Jahre schon für weniger als 10 Euro monatlich (Beispiele: Ontos, Legal&General) bekommen.

Tipps: Risiko-Lebensversicherungen gehören bei Familien zum Pflichtprogramm, wenn die frei verfügbare Liquidität für alternative Kapital- oder Rentenpolicen noch nicht ausreicht. Eine Umwandlung ist bei den meisten Anbietern innerhalb einer Zehn-Jahres-Frist ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich.


HAUSRATVERSICHERUNG

Leistungen: Eine Hausratversicherung leistet für Schäden durch Feuer, Wasser, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm. Versichert sind Einrichtungsgegenstände und zum Gebrauch im Haushalt bestimmte Sachen.

Fallen: Keinen Versicherungsschutz gibt es bei Elementarschäden. Geleistet wird nicht bei Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt sind. In der Regel nur durch Zusatzpolice versicherbar sind Glasbruch, Aquarien und Wasserbetten, Kurzschluss-, Überspannungsschäden, Fahrrad- und einfacher Diebstahl (ohne Einbruch.

Kosten: Der Beitrag richtet sich nach der Versicherungssumme. Diese wird nach der Formel Quadratmeter Wohnfläche x 700 Euro ermittelt. Daneben entscheidend sind Wohnort und Einschluss von Wertgegenständen. Für eine 80qm-Wohnung in Düsseldorf ist der Schutz für unter 80 Euro im Jahr zu bekommen (LBN, Ammerländer).


PRIVATE RENTE

Leistungen: Lebenslange Rente, deren Höhe sich nach der Beitragssumme, der Ansparzeit und dem vereinbarten Leistungsbeginn richtet. Neben der Garantierente, die schon bei Vertragsschluss feststeht, kann mit einer Gewinnrente gerechnet werden, deren Höhe sich nach den Kapitalanlageergebnissen des Versicherers richtet.

Fallen: Stirbt der Versicherte während der Beitragszahlung, gibt es keine Leistung. Nach Rentenbeginn endet die Zahlung mit dem Tod. Doch das Risiko läßt sich durch eine Garantiezeit verringern. Für die Dauer von fünf bis 15 Jahren werden die Renten auf jeden Fall gezahlt.

Kosten: Aufgeschobene Policen werden über lange Zeit mit monatlichen Beiträgen „angespart“. Daneben gibt es Verträge mit Einmalbeiträgen. Ein 25-Jähriger muss 60 bis 80 Euro monatlich einzahlen, um später eine Garantierente von etwa 160 bis 180 Euro zu erhalten (Beispiele: ÖSA, Prov. Hannover, AXA, Inter, HDI).


RIESTER-RENTE

Leistungen: Private, staatlich geförderte Rentenpolice mit lebenslanger Rentenzahlung. Beitragsgarantie, also Kapitalwert bei Rentenbeginn in Höhe der während der Laufzeit eingezahlten Beiträge. Optionale Teilkapitalauszahlung (maximal 30 Prozent) bei Rentenbeginn. Keine Anrechnung auf das Vermögen für Arbeitslosengeld-II-Bezieher.

Fallen: Eine Kapitalisierung ist nur in Grenzen möglich. Wer sich das angesparte Kapital auszahlen lässt, muss alle während der Laufzeit erhaltenen Zulagen und/oder Steuervorteile zurückzahlen. Eine Vererbung des Anspruchs entfällt. Wer den Ruhestand im Ausland verbringen will, muss erhaltene Zulagen und/oder Steuervorteile vollständig zurückzahlen.

Kosten: Der Eigenbeitrag beträgt bei einem 25-Jährigen mit einem Jahresbrutto von 30000 Euro momentan 65,50 Euro im Monat. Mit 65 kann er bei leistungsstarken Versicherern (Beispiel: Cosmos) mit rund 250 Euro Garantierente rechnen.



Text Heino Georg
Artikel aus Heft 08/2007

Vorsorge


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