Fahrradversicherungen mit großen Unterschieden

Auch Zweiräder lassen sich gegen Diebstahl versichern. Über die Hausrat- oder spezielle Fahrrad-Policen. Gerade die aber sind ziemlich kostspielig.

Am einfachsten ist es, man geht zu Fuß oder fährt kürzere Strecken mit Bus und Bahn. Eine gute Alternative sind Fahrräder. Mit dem Velo geht es zwar schneller von hier nach da, dafür ist umso häufiger auch Ärger programmiert. Die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr verzeichnet mehr als 500000 Fahrraddiebstähle. Doch oft ist weg leider weg. Die Kripo klärt noch nicht einmal 10 Prozent auf.

Doch zum Glück „lassen sich Fahrräder gegen Diebstahl versichern“, sagt Finanzberater Matthias Helfesrieder in Singen. Dabei können Pedalritter wählen, ob sie ihren Veloschutz in die Hausratversicherung packen oder dafür eine Spezial-Police abschließen. Erstere hat den Vorteil, dass sie vergleichsweise preiswert ist. Wird der Fahrraddiebstahl mit abgedeckt, kostet dies einen Zuschlag zwischen 20 und 40 Euro im Jahr.

Einen Ausgleich allerdings leistet der Versicherer nicht in jedem Fall. Geld gibt es nach einem Klau nur, wenn das Velo „in Gebrauch“ war, so der Fachbegriff. Ansonsten zahlt der Versicherer, wenn der Diebstahl zwischen 6 Uhr in der Früh und 22 Uhr abends verübt wurde oder aber das Rad im Keller, der Wohnung oder in vergleichbaren geschlossenen Räumen abgestellt war.

Ins Kleingedruckte des Tarifs schauen

In puncto Diebstahlschutz sind spezielle Fahrrad-Policen komfortabler. Aber auch teurer. Der Jahresbeitrag für ein Fahrrad im Wert von 500 Euro liegt zwischen 50 und 110 Euro. Im Angebot haben die Gesellschaften zwei unterschiedliche Tarife: der Standardschutz und eine Komfort-Police. Bei ersterer gibt es nur Geld nach einem Diebstahl, bei letzterer auch, wenn das Fahrrad nur beschädigt wurde.

Velofans sollten allerdings ins Kleingedruckte der Tarifbestimmungen schauen. Da steht drin, wie viel Geld es nach dem Fahrradklau gibt. Alternativen: einen gleichwertigen Ersatz unabhängig vom Alter des gestohlenen Rades. Oder den Neuwert des geklauten Velos im ersten Jahr, später in jedem Jahr Abzüge von beispielsweise 5 Prozent des Kaufpreises. Wem seine Velos andauernd geklaut werden, der bekommt oft Stress mit seinem Versicherer. Denn zu viele Schäden mögen die Assekuranzen gar nicht.

Die Beitragsunterschiede bei den einzelnen Anbietern sind enorm. Es ist ratsam, vor Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen genau zu studieren.

• Recht günstig ist der Diebstahlschutz, sobald er in eine Hausratversicherung integriert ist. Wichtig: Die Höhe der Beiträge orientiert sich, wie bei der Kfz-Kasko-Police, auch am Wohnort des Fahrradfahrers. Leben Sie in einer Metropole mit hoher Diebstahlsrate, wird es teurer als auf dem Land.

• Nachts stellen Sie Ihr Rad am Besten in gut verschlossenen Räumen ab. Wird das Velo draußen geklaut, zahlt nur die spezielle Fahrrad-Police.

• Händler und die Polizei versehen Fahrräder mit speziellen Codierungen. Solche Velos sind eher geschützt vor Diebstählen, weil sie sich schwieriger weiterverkaufen lassen.

• Empfehlenswert sind Bügelschlösser oder Panzerkabel zum Verriegeln. Diese lassen sich nicht so einfach knacken wie Spiralkabel oder Kabelschlösser.

• Für den Fall der Fälle: Unbedingt Kaufquittung aufheben und auch das Fahrrad beim Kauf fotografieren (lassen). Dies erleichtert die spätere Diebstahlsmeldung beim Versicherer und beschleunigt die Schadensregulierung.




Artikel aus Heft 11/2007

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