Investieren oder sparen? Diese Geldanlagen sind 2014 attraktiv

2013 war für Börsianer und Anleger ein überaus guter Jahrgang: Der DAX legte zwischen Januar und Dezember um mehr als 23% zu, der Dow Jones beendete das Börsenjahr ebenfalls mit einem neuen Höchststand. Der Euro-Kurs entwickelt sich wieder kontinuierlich nach oben, Firmen wie Staaten können sich auf den internationalen Märkten fast zinsfrei Kapital verschaffen. Wirtschaftlich sind die Aussichten für 2014 also vielversprechend, allenfalls die Schuldenkrise hängt noch wie ein Damoklesschwert über der Euro-Zone.

Wer in den vergangenen zwölf Monaten in die richtigen Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere investiert hatte, konnte sich also mit dem Jahreswechsel über eine ordentliche Rendite freuen. Anders, wer sein Geld in Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten gesteckt hatte. Der niedrige Leitzins, den die Europäische Zentralbank trotz aller Kritik im November noch einmal absenkte, machte festverzinsliche Angebote unattraktiv. Da mittlerweile selbst die Inflationsrate höher als die Zinsen bei vielen Sparformen ist, verlieren Anleger hier sukzessiv Kapital. Muss man also 2014 zwangsläufig sein Geld in Aktien oder Fonds stecken, trotz des erhöhten Verlustrisikos?

Anleihen, Aktien oder Edelmetalle – Risiko vs. Sicherheit

In ihrem Blog hat die ING DiBa verschiedene Anlageformen unter die Lupe genommen und Vor- wie Nachteile für das laufende Finanzjahr aufgelistet. Dabei wird deutlich, dass Spareinlagen und festverzinsliche Anleihen nur bei einer sehr langfristigen Bindung Sinn machen. Kurzfristig vielversprechender sind hingegen Aktien und Wertpapiere, wenn sie mit Bedacht ausgewählt werden. Auch bei Gold und Silber ist die Prognose eher unentschieden, angesichts des Preiseinbruchs im vergangenen Jahr wird es doch eine ganze Weile dauern, bis sich der Markt für diese Edelmetalle wieder erholt hat. Aber welche Anlage verspricht nun für 2014 die beste Rendite?

Tagesgeld

EZB-Präsident Manuel Draghi hat bereits angekündigt, dass der Leitzins in absehbarer Zeit nicht wieder angehoben wird. Das bedeutet, auch 2014 bleiben Sparbücher und andere festverzinslichen Anlagen aus Rendite-Sicht weiterhin unattraktiv. Mit Zinssätzen selbst für mehrjährige Spareinlagen unterhalb der Inflationsrate verlieren Anleger mit dieser Anlageform Geld. Demgegenüber steht aber, dass Sparbücher und Festzinseinlagen absolut sicher sind und durch gesetzliche Vorgaben geschützt werden. Als alternative Sparform sind daher immer noch Tagesgeldkonten attraktiv, die die Vorteile einer flexiblen Liquidität und einer garantierten Einlagesicherheit verbinden. Einige Banken bieten mittlerweile auch wieder mehr als 1% Zinsen auf Tagesgeldkonten, wodurch zumindest die negativen Auswirkungen der Inflation wegfallen.

Anleihen

Festverzinsliche Wertpapiere sind ebenfalls vom aktuellen Zinstief betroffen, insbesondere die als sehr solide und sicher geltenden Bundesanleihen. Einen kleinen Gewinn können nur Anleger erwarten, die sich sehr langfristig – 10 bzw. 30 Jahre – binden. So liegt die aktuell zu erwartende jährliche Rendite bei 1,9% und damit etwas höher als die derzeitige Inflationsrate von 1,5%. Da das allgemeine Zinsniveau derzeit sehr niedrig ist, langfristig gesehen aber wieder deutlich steigen könnte, ist der Einstieg in Bundesanleihen für Privatanleger problematisch. Verkauft man bei steigenden Kursen, um neu zu investieren, muss man vorzeitige Verluste mit einkalkulieren. Und hält man die Anleihen bis zum Ende der Laufzeit, erhält man nur den niedrigen Zinssatz.

Aktien

Bei Aktien sind die meisten Privatanleger sehr zögerlich. Das ist auch kein Wunder, denn die Schwankungen der Kurse und die damit möglichen Verluste verunsichern sehr. Im vergangenen Jahr legte der DAX aber nicht nur um rekordverdächtige 23,3 % zu, sondern eilte auch von einem historischen Höchststand zum nächsten. Auch für 2014 erwarten Finanzexperten weitere Kurssteigerungen dank Erholung der Weltwirtschaft. Allerdings soll der Anstieg, wie die FAZ berichtet, nicht mehr so rasant sein. Auch wenn Aktien nicht mehr so billig wie noch vor einem Jahr zu haben sein werden, als kurzfristige Investmentstrategie sind sie für Privatanleger nicht geeignet. Diese sollten eher langfristig denken – in Zeiträumen von 10 oder 20 Jahren, um auch Krisenzeiten besser überstehen zu können. Und die Investitionen sollten breiter gestreut werden: verschiedene Region (Europa, USA, Asien), unterschiedliche Branchen (von der Bauwirtschaft bis zu Bio Tech).

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