|
|
|
 |
GELDidee.de > Finanzplan|Karriere > Naumer meint |
 |
 |
 |
Naumer meint
|
Text Hans-Jörg Naumer
|
Dagobert Duck |
Artikel aus Heft 12/2008
|
| Anlegen mit System und Ex-pertise. Auch Dagobert Duck hätte seine helle Freude daran. |
|
 |
Dagobert Duck ist vermutlich die menschlichste aller Enten – zumindest hat mein Kumpel Norbert Ähnlichkeiten mit ihr, geht es mir durch den Kopf, während ich seine Sparschweine begutachte. Dazu dann noch die Glasvase, in der er Euro-Münzen sammelt. Geld greifbar erleben wollen, darin baden können, wie es der reichste Einwohner Entenhausens gern tut, ist als Motiv sicher verständlich. Depotauszüge kommen dagegen richtig staubtrocken daher. Trotzdem wäre es jetzt an der Zeit für ein Schlachtfest. Nächstes Jahr kommt die Abgeltungsteuer.
Wer dann mit einer zu hohen Bargeldquote durchstartet, muss auf künftige Vermögenszuwächse rund 28 Prozent Steuern (inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) zahlen. Das muss nicht sein. „Ich weiß, was Du gerade denkst – nein, meine lieben Schweine fasse ich nicht an“, durchkreuzt mein hellseherischer Freund meine Gedanken. Mir geht es ja gar nicht um seine „paar“ Euro in den Sparschweinen. Sie erinnern mich nur an die 1600 Milliarden Euro, die auf Sparbüchern und Termingeldkonten schlummern.
Geld, das nicht arbeitet. „Lass die Kohle nur da liegen, so schlecht war das ja nicht, wenn ich mir die Aktienmärkte anschaue“, meint Norbert. Da hat er in gewisser Weise recht. Wer anlegt, muss auch zukünftig die bestehenden Kursrisiken gegen die Steuervorteile abwägen. Die se werden umso gewichtiger, je länger das Geld investiert wird.
Was Norbert bei seiner Entscheidung „Sparbuch vs. Aktienanlage“ auf keinen Fall übersehen sollte: Unter anderem sind die Leitzinsen der Euro-Zentralbank aktuell sehr hoch. Das Zinsniveau kann daher nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden. Nicht zu vergessen: Die Zinsen sind nur nominal so hoch. Wird eine Inflationsrate von 2,5 bis 3 Prozent abgezogen, bleibt real – also nach Kaufkraftverlust – deutlich weniger Kapital übrig. Denn die Steuer auf Kapitaleinkünfte macht keinen Halt vor der Inflation. Der Fiskus verdient mit, auch wenn der Anleger gerade einmal seine Kaufkraft erhalten konnte, real also nichts verdient hat.
Nach Steuern und Inflation dürfte so manche Spareinlage in die roten Zahlen laufen. Steuern auf Kapitalerträge sind für die meisten Anleger trotz Sparerpauschbetrag ein Thema oder es wird eins mit steigenden Ersparnissen. Beispiel: Bei einem Zins von 4 Prozent zahlt ein Alleinstehender mit einem Sparerpauschbetrag von 801 Euro ab einem Anlagebetrag von 20024 Euro Steuern auf die Zinserträge.
Ein Ehepaar entsprechend ab 40050 Euro. Norbert sollte sich überlegen, wie er mit seinem Geld eine bessere Rendite erwirtschaftet. Schon 1 Prozent mehr Rendite kann einen großen Unterschied machen. Legt Norbert heute 10000 Euro an, bekommt er in 20 Jahren bei einer Anlage mit 5 Prozent entsprechend 20 Prozent mehr zurück als bei einer Anlage mit 4 Prozent.
Folgende Faustregel gilt: 1 Prozent machen in 20 Jahren 20 Prozent mehr an Ertrag, in 30 Jahren 30 Prozent usw. – wobei hier die Steuern nicht berücksichtigt wurden. Da mein Kumpel bei den derzeitigen Börsen Angst vor dem Einstieg hat, mein Tipp: Warum legt er nicht einen Teil seines Geldes, das er in Aktien investieren will, in einem Fonds an, in den er schon jetzt nach altem Steuerrecht investieren kann, der aber mit einer Geldmarktanlage beginnt und schrittweise über einen bestimmten Zeitraum in Aktien umschichtet? Er schlägt auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe. Dagobert Duck würde das sicher auch gefallen.
|
 |
|
Artikel bookmarken bei:
|
 |
 |
| » zurück zur Übersicht |
Artikel weiterempfehlen 
|
| » zurück zur Homepage |
Artikel drucken  |
 |
Naumer meint
Wake-up-Call: Abgeltun...
Die Abgeltungsteuer ist keine Steuer für reiche Leute. Sie geht alle Anleger etwas an. mehr
|
|
Naumer meint
Wake-up-Call: Abgeltun...
Bei der Abgeltungsteuer steckt der Teufel im Detail. Ohne genaue Informationen geht es auf keinen Fall. mehr
|
|
Naumer meint
Asien im Aufbruch
Die Zukunft des Globus liegt in Asien. Der Siegeszug der Marktwirtschaft schafft neuen Wohlstand. mehr
|
|
|
|
|
|
| Impressum | Disclaimer | Kontakt | Mediadaten | RSS |
|
|
|
|
| © 2009 GELDidee Online - Finanztipps, Wirtschaftsmeldungen, Börsennews |
|
|
|
|
|
|